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Glossar

Abrollsicherung

Die Abrollsicherung schaltet die Rollladen- und/oder Toranlage im Falle eines zu schnellen Abrollens bei Defekten elektrisch ab und bringt die Welle, auf die der Rollladen gewickelt ist, mechanisch zum Stillstand.


Abweisbleche

Bei arretierten und nicht arretierten Rollläden verhindern Abweisbleche ein seitliches Verschieben des Rollladens beim Auf- bzw. Abwickeln.


Anrollsystem

Das Anrollsystem sorgt für einen geraden und leisen Lauf des Rollladens oder Tores. Darüber hinaus werden mechanische Belastungen minimiert und die Langlebigkeit des gesamten Systems erhöht.


Anschlagwinkel – Anschlagstopper

Bei Gurtbedienung und bei manchen Motorbedienungen (Drehmoment-Abschaltung) verhindern Anschlagwinkel oder Anschlagstopper am Endstab das Einziehen des Rollladens in den Kasten. Anschlagwinkel sind meist aus Metall (verzinkter Stahl, Aluminium), während Anschlagstopper aus Kunststoff hergestellt werden.


Arretierung

Rollladenprofile (PVC, Aluminium, Stahl, Edelstahl) müssen gegen seitliches Verschieben gesichert sein. Bei allen Rollläden (außer Holz- und PVC-Rollläden) ist jeder 2. Stab seitlich beidseitig mit Arretiergleitern aus Kunststoff ausgestattet. Arretierungen werden mit dem Stab verpresst, geklammert oder geschraubt.


Aufschraubgurtwickler

Aufschraubgurtwickler sind Gurtwickler, die auf den Putz des Mauerwerks oder direkt auf den Fensterrahmen geschraubt werden.


Aussteller

Vorrichtung zum Ausfahren des Rollladenbehanges. Wird hauptsächlich eingesetzt, wenn Rollläden tagsüber eine Sonnenschutzfunktion haben sollen, damit mehr Tageslicht bei herabgelassenem Zustand in den Raum gelangt. Speziell in südeuropäischen Ländern werden an fast allen Rollläden die Führungsschienen ausstellbar eingesetzt.


Ballendurchmesser

Der Ballendurchmesser beschreibt den Durchmesser des aufgewickelten Rollladens bzw. Torbehangs. Hieraus lässt sich dann die notwendige Kastengröße (Platz für Luft berücksichtigen) bestimmen.


Blendkappe, Blendenkappe

Die Blendkappe ist eine Vorrichtung zum seitlichen Verschluss eines Rollladenkastens.


Bock-/Stehlager

Zur Aufnahme von Mittellagern bei geteilten Wellen werden Bock- bzw. Stehlager eingesetzt.


Eloxal

Das Eloxal-Verfahren (Abkürzung für elektrolytische Oxidation von Aluminium) ist eine Methode der Oberflächentechnik zur Erzeugung einer oxidischen Schutzschicht durch anodische Oxidation. Dabei wird im Gegensatz zu den galvanischen Überzugsverfahren die Schutzschicht nicht auf dem Werkstück niedergeschlagen, sondern durch Umwandlung der obersten Metallzone ein Oxid bzw. Hydroxid gebildet. Es entsteht eine 5 bis 25 Mikrometer dünne Schicht, die vor Korrosion schützt – die natürliche Oxidschicht des Aluminiums beträgt lediglich wenige Nanometer.


Endstab

Der Endstab oder die Endleiste ist der untere Abschluss des Rollladens. Er bietet eine höhere Stabilität als der Rollladenstab. Beim Holzrollladen ist er aus Hartholz und wird teils heute noch mit einem unterschraubten massiven 14 x 14 mm Edelstahl- Profil ausgestattet. Kunststoff- und Aluminiumrollläden werden fast immer mit einem doppelwandigen, stranggepresstem Hohlkammer-Endstab mit unterem Keder-Abschluss ausgestattet. Der Endstab muss Panzerbreite haben und mit dem unteren Rollladenstab arretiert sein und sollte nicht auf Grund von Zeitersparnis bei der Herstellung nur die Schnittbreite der Rollladenstäbe ohne Arretierung haben. Nur so ist gewährleistet, dass die optimale Eintauchtiefe in der Führungsschiene erfolgt.


Führungsschiene

Die U-förmigen Profile dienen zur seitlichen Führung des Rollladens in seiner vertikalen Bewegung und gleichzeitig zur Sicherung des Behangs im heruntergelassenen Zustand. Ideale bauliche Voraussetzung ist, wenn die Führungsschienen seitlich im Mauerwerk eingelassen oder eingeputzt werden. Aluminiumrollläden sollten nicht in Stahlführungen ohne Keder-Einlagen laufen. Heute werden je nach Profil, Größe und Anforderungen die unterschiedlichsten Führungsschienen aus stranggepresstem Aluminium.


Funkmotor

Der Funkmotor ist ein Antrieb mit integriertem Funkempfänger, der über einen Hand- oder Wandsender (Fernbedienung) zu bedienen ist.


Gelenkplatte

Mit der Knick-Kurbel-Bedienung wird eine Gelenkplatte notwendig, die auf der Rauminnenseite befestigt wird und die mit einem Vier- oder Sechskantstab ausgestattet ist, der zum Betrieb in das Kurbelgetriebe gesteckt wird. Die Gelenkplatte wirkt wie ein Kardangelenk.


Gurt

Der Gurt dient als manuelles Bedien-Element des Rollladens und wird aus zugfestem, stark belastbarem Material gewebt. Im Neubaubereich (Sturzkasten- Montage) wird er mit 23 mm Breite eingesetzt, wobei er im Bereich Mini-Rollläden mit 13 mm eingesetzt wird.


Gurt-Aufhänger

Der Rollladen wird mit der Welle mittels Aufhänger verbunden. Früher war es üblich (bei Holz-rollläden noch heute Standard), dass der Rollladen mit Aufhängern aus Gurtgewebe an die Welle geschraubt (bei damaligen Holzwellen genagelt) wurde.


Gurtführung

Dient zur Führung des Gurtes durch das Mauerwerk im Bereich des Sturzkastens und zum sauberen Abschluss auf der Rauminnenseite. Die Gurtführung wird auch „Gurtpfeife“ genannt und wird in hochwertigerer Form mit Bürsteneinlage zur Kältedämmung geliefert.


Gurtrolle

Ist wie die Gurtführung als Leitstabilisierung des Rollladengurtes vorgesehen.


Gurtscheibe

Die Gurtscheibe wird über die Welle geschoben und sitzt meist an einem Ende der Welle. Sie nimmt den Gurt auf und bewirkt mit ihren seitlichen Begrenzungsscheiben eine flache, gleichmäßige Aufnahme des Rollladengurtes.


Gurtwickler

Der Gurtwickler nimmt über eine federgespannte Rolle die Gurtlänge auf, die beim Hochziehen des Rollladens entsteht. Er ist in offener, schwenkbarer und auch in eingeputzter Ausführung lieferbar.


Hinderniserkennung

Mit der automatischen Hinderniserkennung werden eventuelle Zwischenfälle schon im Vorfeld vermieden. Der Motor erkennt bei Auf- oder Abfahren Hindernisse und schaltet automatisch ab. Mensch, Rollladen und Gegenstände werden so geschützt.


Hochschiebesicherung

Die Hochschiebesicherung verhindert das Aufhebeln oder Hochschieben des Rollladens im geschlossenen Zustand. Es werden mehrere Systeme angeboten.


Kurbel

Ein geringer Anteil von Rollläden – und hier meist nur im Mini-Bereich – wird mit Knick-Kurbel-Bedienung ausgestattet. Die Getriebe stecken wie beim Rohrmotor in der Welle. Ein vier- oder sechskantiger Stab verbindet die raumseitige Knick-Kurbel/Gelenkplatte mit dem Getriebe. Die Länge des Knick-Kurbel-Gestänges ist variabel.


Lager

Eine Rollladenwelle muss „gelagert“ montiert werden. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bedienung (Gurt, Kurbel, Motor) wird die Walzenkapsel oder der Wellenbolzen mit seinem Lagerdorn in ein Kugellager gesteckt, welches widerum in einer


Linksroller

Der Rollladen wickelt sich zur Gebäudeaußenseite auf. Die Montage erfolgt auf dem Mauerwerk oder in der Laibung. Die Linksrollervariante wird oft beim nachträglichen Einbau von Rollladen- oder Torsystemen angewendet. Die Vorbau-Elemente werden nach ihrer Einbausituation in Linksroller und Rechtsroller unterschieden. Beim Linksroller ist die gewölbte Seite (konvex) des Rollladen-Profilstabes der Gebäudeinnenseite und beim Rechtsroller der Gebäudeaußenseite zugewandt. Bedingt durch das Wickelverhalten der gewölbten Profilstäbe kann der Rollladen nur in eine Richtung auf die Welle aufgewickelt und somit in den Kasten eingebaut werden. Dadurch wird die Anordnung des Kastens in der Laibung bestimmt: mit Vorder- oder Rückseite nach außen gerichtet.


Mauerkästen

Ein Mauerkasten wird in eine Wand direkt über dem Fenster eingesetzt. Im Mauerkasten werden Lager, Welle und Rollladen untergebracht. Hier gibt es Kästen mit Revisionen von außen oder von innen.


Motorlager

Damit Rohrmotore überhaupt eine Funktion darstellen können, muss der Motorkopf eine feste Bauwerksfixierung haben. Jeder Motor-Hersteller hat unterschiedliche Motorköpfe, sodass hier jeweils das passende Motorlager am Wandlager montiert werden muss.


NCS-Farben

Das Natural Colour System (NCS) geht von vier Grundfarben aus, die vom Menschen in seinem natürlichen Farbempfinden als rein betrachtet werden: Gelb, Grün, Rot und Blau. Alle weiteren Farben werden in diesem standardisierten Farbsystem als Übergänge zwischen diesen Grundfarben in Prozentanteilen klassifiziert. Das NCS ist ein eingetragenes Warenzeichen des „Scandinavian Colour Institute“.


Nothandkurbel (NHK)

Die Nothandkurbel dient als Sicherheitseinrichtung, um bei Stromausfall oder Defekt des Motors den Rollladen auch per Hand öffnen zu können.


Pulverbeschichtung

Bei der Pulverbeschichtung von Rollläden oder Toren und deren Bauteilen wird ein Pulverlack auf die Aluminium-Oberfläche aufgetragen und danach unter Hitze eingebrannt. Die Einbrenntemperatur liegt dabei zwischen 140 und 200 °C.


Obere Endlage

Als obere Endlage bezeichnet man den Punkt, an dem ein Rollladen oder Rolltor ganz geöffnet ist.


„Panzer“ / Rollladenbehang.

Der Rollladenbehang wird in der Branche als „Panzer“ bezeichnet – egal aus welchem Material oder Profilgröße er ist. Im HERDER finden wir unter der Definition „Panzer“: Einrichtung zum Schutz gegen äußere Einflüsse jeglicher Art. Daher sind wir auch der Überzeugung, dass billige Mini-Profile oder Plastik-Rollläden der Bezeichnung „Rollladen-Panzer“ nicht gerecht werden.


RAL-Farben

Die RAL-Farbpalette ist ein genormtes Farbsystem, bei dem einer Farbe eine eindeutige Zahl zugewiesen wird. Diese Farbsammlung des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung begann 1925 mit wenigen Farben, die mittlerweile auf ca. 200 Farben bei RAL-Classic erweitert wurden.


Rechtsroller

Der Panzer wickelt sich zur Gebäudeinnenseite auf. Die Montage erfolgt auf dem Mauerwerk oder in der Laibung. Die Vorbau-Elemente werden nach ihrer Einbausituation in Linksroller und Rechtsroller unterschieden. Beim Linksroller ist die gewölbte Seite (konvex) des Panzer-Profilstabes der Gebäudeinnenseite und beim Rechtsroller der Gebäudeaußenseite zugewandt. Bedingt durch das Wickelverhalten der gewölbten Stäbe kann der Panzer nur in eine Richtung auf die Welle aufgewickelt und somit in den Kasten eingebaut werden. Dadurch wird die Anordnung des Kastens in der Laibung bestimmt: mit Vorder- oder Rückseite nach außen gerichtet.


Rohrmotor

Auf Grund des höheren Bedienkomforts werden Rollläden heute im Neubau mit Rohrmotoren ausgestattet. Dies ist speziell bei großen und schweren Rollläden empfehlenswert. Rohrmotore sind für alle Wellendurchmesser bis 133 mm und mit unterschiedlichem Leistungsangebot sogar für Rollladengewichte bis 280 kg lieferbar. Die Motoren werden für europäische Standards in 220V-Ausführung geliefert. In außereuropäischen Regionen sind 110V-Motore ebenfalls lieferbar.


Rollladenstab

Ein Panzer besteht aus einer Anzahl von Rollladenstäben, die entweder mittels Klammern (Holzrollläden) oder aber als Einschubprofile (Haken-Kammer-System) verbunden werden. Geklammerte Rollläden erzeugen beim Hochziehen Licht- und Lüftungsschlitze, während Rollladenstäbe aus PVC, Stahl, rollgeformtem Aluminium, stranggepresstem Aluminium im Hakenbereich mit eingestanzten Lichtschlitzen ausgestattet sind. Der obere Bereich (5 oder 8 Stäbe) des Rollladens wird jedoch standardmäßig mit Stäben ohne Lichtschlitze ausgestattet.


Rolling Code

Bei Handsendern und Funkempfängern wechselt die Funkfrequenz, auf der Versender und Empfänger miteinander kommunizieren, ständig. Dieses Verfahren (auch Hopping Code genannt) greift dabei auf Millionen von Codes zu und gewährleistet damit eine sehr hohe Sicherheit.


Schließkantensicherung

Wird die Schließkantensicherung während einer AB-Fahrt ausgelöst, schaltet die Steuerung in AUF-Fahrt um. Dies dient der Sicherheit.


Schlüsselschalter

Schlüsselschalter und Schlüsseltaster sind elektrische Schalter, die aus Sicherheitsgründen mit einem Schloss kombiniert sind. Der Schaltvorgang kann daher nur von befugten Personen unter Zuhilfenahme des passenden Schlüssels ausgeführt werden.


Sicherheits-Arretierung

Für einbruchhemmende und sturmsichere Rollläden werden Sicherheits-Arretierungen aus hochwertigem Kunststoff eingesetzt. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie länger sind und einen „Sturmanker“ haben, der in Verbindung mit entsprechenden Führungsschienen hinter einen Steg greift und ein Herausreißen des Rollladens bei Belastung durch Zug oder Druck verhindert.


Stahlfeder-Aufhänger

Heute ist es üblich, dass Aufhänger aus Stahlblech je nach Welle und Rollladen-Profil in unterschiedlicher Länge zur Rollladenbefestigung eingesetzt werden. Leider ist auch hier unter dem Aspekt des Preisdrucks die Qualität in den letzten Jahren gemindert worden. Die Stahlfeder muss soviel Federkraft haben, dass sie bei herabgefahrenem Rollladen dessen obersten Stab nach außen an die Rollladenkasten-Schürze drückt. Die meisten Stahlfedern weisen eine Beschichtung auf, manche sogar eine Beflockung, damit deren Abdrücke auf der Innenseite des Rollladens gemindert werden (erste Wicklung). Stahlfedern, die einen kleinen Montage-Hilfskopf haben, sind mit einer Bohrung ausgestattet. Diese Bohrung schreibt eine zusätzliche Verschraubung der Stahlfeder an der Welle dringend vor!


Sturzkasten

Siehe Mauerkasten


Teleskopwelle

Damit eine „Welle“ in der Länge über ein begrenztes Maß variabel eingesetzt werden kann, werden Teleskopstücke in einem Ende der Welle eingeschoben, bei der Montage auf gewünschter Länge eingepasst und mittels einer Schraube fixiert. Damit kann eine Welle auf „grober“ Länge vorgefertigt werden und macht Sägearbeiten an der Baustelle unnötig.


Totmannsteuerung

Wird der Taster zum Öffnen oder Schließen von Rollläden oder Toren losgelassen, stoppt der Bedienungsvorgang augenblicklich, und der Panzer bleibt in seiner momentanen Position, bis der Taster wieder bedient wird.


Untere Endlage

Als untere Endlage bezeichnet man den Punkt, an dem der Rollladen oder das Rolltor ganz geschlossen ist.


Walzenkapsel

Die Wellenkapsel ist heute meist aus PVC und dient als Endstück der Welle mit Stahlzapfen für die Lagerführung. Walzenkapseln sind als normale Wellenendstücke und in längerer Ausführung auch als Teleskopkapseln lieferbar. Bei Gurtbedienung dient eine Standard-Walzenkapsel auch als Aufnahme der Gurtscheibe.


Wandlager

Lagerschale und Kugellager benötigen eine seitliche Befestigung. Dazu dient ein Wandlager, welches in unterschiedlichsten Ausführungen lieferbar ist.


Welle

Die Welle dient als Wickelachse des Rollladens. Sie wird für Mini-Rollladenprofile mit 40 und 50 mm Durchmesser, für Standard-Rollladenprofile mit 60 und 70 mm Durchmesser und für Rolltorprofile mit 125, 133, 169, 219 mm Durchmesser eingesetzt. Das Material der Welle ist meist aus verzinktem Stahl bis 125 mm Durchmesser in rollgeformter 8-kant Ausführung und darüber hinaus als dickerwandige grundierte Rund-Ausführung erhältlich – je nach Rollladen-gewicht. Runde Holzwellen waren früher üblich.


Wellenbolzen

Für schwere und einbruchhemmende Rollläden werden anstatt der Walzenkapsel Wellenbolzen gegenüber der Bedienseite in die Welle eingesetzt. Diese Wellenbolzen aus dem Torbereich sind weitaus widerstandsfähiger und tragkräftiger als Walzenkapseln.


Winkelendleiste

Eine Winkelendleiste erfüllt zwei Zwecke: Sie dient als oberer Anschlag des Rollladens beim Hochziehen und schließt damit auf ganzer Breite gleichzeitig den äußeren Ausfallschlitz des Rollladenkastens.