PRÄVENTION WOHNUNGSEINBRÜCHE

GUT ZU WISSEN 6

PRÄVENTION WOHNUNGSEINBRÜCHE

Widerstandsfähige Rollläden schützen vor Einbrechern!

Medien und das Bundeskriminalamt berichten wieder über gestiegene Wohnungseinbruch-zahlen. „Einbrecher“ gab es schon immer und ein hoher Anteil dieser Täter wissen meistens nichts über ihre Opfer oder deren Wohnhaus/Wohnung. Sie wissen nicht, ob sie Bargeld oder Schmuck im Objekt finden. Und nur daran sind sie interessiert.

 

Die Schäden, die Einbrecher am Objekt hinterlassen sind meist größer als der Wert des Stehlguts. Ob Gelegenheitstäter oder Profi – beide Typen von Einbrechern wollen nicht erwischt werden, stehen daher unter extremem Zeitdruck und sollten keinen Lärm erzeugen, der ggf. Nachbarn aufmerksam werden lässt.

 

Mit entsprechend widerstandsfähigen Rollläden vor Terrassen- bzw. Balkontüren oder Erdgeschoss-Fenstern benötigt ein Täter mit seinen Einbruchwerkzeugen mehr Zeit und verursacht mit gesteigertem Kraftaufwand mehr Lärm, womit auch sein eigener Adrenalinspiegel steigt und Angst erzeugt.

Und darin besteht die Chance, dass er sein Vorhaben ohne Diebesgut abbricht – denn er weiß ja nicht, ob er überhaupt in dem Haus oder der Wohnung irgendein Stehlgut findet. Nicht zu wissen, ob er überhaupt „Beute macht“, wird ihn bei zu großem Kraft- und Zeitaufwand zum baldigen Abbruch seines Vorhabens veranlassen.

Das muss das Ziel eines jeden Wohneigentümers sein. Niemand weiß vorher, dass bei ihm eingebrochen wird. Einen hohen Anteil haben „Tageseinbrüche“ (zwischen 7 und 20 Uhr) und speziell in den Wintermonaten werden sehr viele Einbrüche zwischen 17 und 19 Uhr begangen. Zu dieser Tageszeit ist es draußen schon dunkel und Einbrecher können leicht erkennen, ob Licht im Objekt brennt und ob jemand zuhause ist oder nicht. Zu dieser Zeit verlassen Wohneigentümer auch regelmäßig das Haus, um „noch mal schnell einkaufen zu gehen“.

Dunkelheit, Rollläden hoch und möglicherweise sogar gekippte Fenster oder Terrassentüren, das sind Idealbedingungen für jeden Einbrecher.

Damit machen die meisten Wohneigentümer es jedem Täter zu leicht: Sie lassen – zumindest an den gefährdeten, nicht einsehbaren Seiten des Hauses – die Rollläden oben! „Ich war doch nur kurz mal weg“! Das ist manchmal eine der Antworten als Entschuldigung. Der Täter hat sie dabei vorher schon beobachtet und die Nachlässigkeit ausgenützt.

Ein herabgelassener, widerstandsfähiger Rollladen ist mit Sicherheit ein zusätzliches Hindernis für jeden Einbrecher.

Auch wenn ein Objekt von außen verlassen aussieht, lehnen Einbrecher eher jene Objekte ab, an denen sie geschlossene, massive Rollläden vorfinden (s. "Ungebetene Gäste" -Kriminalprävention der Länder).

Um das dahinterliegende Fenster oder die Terrassen-/Balkontür zu überwinden, muss ein außen herabgelassener, einbruchhemmender und gesicherter Rollladen fast komplett entfernt werden! Wenn nun auch das geschlossene und zu überwindende Fenster mit entsprechenden Pilzkopfbeschlägen und Verglasung ausgestattet ist, wird es dem bereits geschwächtem Einbrecher schwerer gemacht.

Der hinterlassene Schaden an Fenstern oder Türen bei Einbrüchen bzw. Einbruchversuchen ist je nach Fenstertyp sehr hoch und verursacht fast immer eine Neuanschaffung. Jedem Mieter oder Wohneigentümer muss klar sein, dass kein Fenster- oder Türenhersteller das beschädigte Bauteil maßgebunden auf Lager hat. Das bedeutet für den Geschädigten gegenwärtig 12 bis 14 Wochen Wartezeit um das beschädigte Fenster oder Terrassen-/Balkontür fachgerecht auszutauschen.

 

Während dieser langen Zeit müssen die Bewohner mit einem Holzverschlag leben. Und keiner von denen wird in dieser langen Zeit nachts ruhig schlafen können!

 

Das zu bedenken ist äußerst wichtig, denn wenn ein widerstandsfähiger Rollladen den Täter zum Abbruch seines Vorhabens gezwungen hat, dann kann man davon ausgehen, dass jeder ortsansässige Rollladen-Fachbetrieb in dieser Notlage die beschädigten Rollladenstäbe und ggf. die aufgehebelten Führungsschienen innerhalb 2 – 3 Tage mit geringeren Kosten auswechseln wird.

Als Fazit bleibt immer der Rat:

Lassen Sie Ihre Rollläden an den von der Straßenseite bei kurzfristiger Abwesenheit an den nicht einsehbaren Fenstern und Türen auch tagsüber bei Abwesenheit ganz runter. Ein erster Schritt, um Einbrecher abzuhalten.

B. Heydebreck